Das Schicksal der Deportierten

Verschiedene jüdische und christliche Hilfsorganisationen versuchten die Internierten mit den nötigen Lebensmitteln zu versorgen. Einige der Deportierten wurden ab Februar 1941 in kleinere Nebenlager verlegt, in denen bessere hygienische Verhältnisse herrschten. Einigen gelang es bis zum Sommer 1942 in Länder, die bis dato noch nicht in den Krieg eingetreten waren, auszuwandern. Wenigen gelang die Flucht aus dem Lager und konnten im Untergrund überleben.

Ab März 1942 veranlasste Theodor Dannecker, der Leiter des Judenreferats der Gestapo und Bevollmächtigter Adolf Eichmanns in Frankreich, die Deportation aller in Gurs internierten Juden in den Osten. Die aus Viehwagen zusammengestellten Deportationszüge wurden über das Sammellager Drancy bei Paris in die Vernichtungslager Auschwitz und Sobibor weitergeleitet. Die meisten der Deportierten wurden noch am Tag ihrer Ankunft dort ermordet.