Muggensturm

Für Muggensturm wurde leider noch kein Gedenkstein erstellt.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich an der Realisation beteiligen könnten und unser Projekt somit bald vollständig umgesetzt wäre. Nähere Informationen dazu finden Sie beim Menüpunkt „Gedenksteinprojekt “.

Geschichtsabriss:

In Muggensturm lassen sich die ersten Juden bis Beginn des 18.Jahrhunderts zurückverfolgen. Gegen jährliche Schutzgeldzahlungen und andere Abgaben durften sich hier wenige jüdische Familien ansiedeln. Bis in die 1830er Jahre wurden die Gottesdienste der Muggensturmer Juden in einem Dachzimmer des einstöckigen Häuschens des Isaak Roos abgehalten. 1835 erwarb dann die Judenschaft ein Scheunengebäude, das sie zur Synagoge umbaute. Zwei Jahre später wurde dort auch eine Mikwe eingerichtet. Auf dem Ende des 17.Jahrhunderts angelegten jüdischen Verbandsfriedhof in Kuppenheim wurden auch die Verstorbenen der Muggensturmer Gemeinde begraben. Muggensturm zählte seit 1827 zum Bezirksrabbinat Bühl.1913 löste sich die Muggensturmer Gemeinde auf; die wenigen im Ort verbliebenen Juden wurden der Kultusgemeinde in Rastatt angeschlossen. Das fast 80 Jahre als Synagoge genutzte Gebäude wurde nun verkauft und diente anschließend wieder landwirtschaftlichen Zwecken (1973 abgebrochen).

Literatur zu den Juden von Muggensturm

“Holzbalken mit hebräischer Inschrift verschwand spurlos”, in: ‘Badisches Tageblatt’ (Ausgabe Rastatt), vom 4.1.1984

Hahn, J. / Krüger, J.: “Hier ist nichts anderes als Gottes Haus ...” Synagogen in Baden-Württemberg, Teilband 2: Orte und Einrichtungen, Stuttgart 2007, S. 334/335

Hahn, Joachim: Erinnerungen und Zeugnisse jüdischer Geschichte in Baden-Württemberg, Stuttgart 1988, S. 443/444

Hundsnurscher, F. / Taddey, G.:, Die jüdischen Gemeinden in Baden. Denkmale, Geschichte, Schicksale, in: Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Band 19, Stuttgart 1968, S. 245 f.

Schneider, Ernst: Muggensturmer Ortschronik , o.O. 1985, S. 128 - 130

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