Gemmingen/Stebbach

2015 - Jugend der evangelischen Kirchengemeinde Gemmingen/Stebbach

Ein massiver Sockel, aus lokalem Sandstein gefertigt, symbolisiert die damalige Dorfgemeinschaft in Gemmingen und die in Stebbach. Das sagen die Ortsnamen Gemmingen und Stebbach. Der Sockel steht somit für die beiden Ortsgemeinden mit ihren Bewohnern, also für die jeweilige Gesellschaft. Die Juden wurden aus dieser Gesellschaft herausgerissen durch die Deportation nach Gurs. In der Ortsgemeinschaft fehlen danach die sieben Gemminger und die zwei Stebbacher Bürger jüdischen Glaubens, es fehlt und das jüdische Leben. Darum ist ein Davidstern aus der Vorderseite des Mahnmalsteins herausgeschnitten. Wer von oben auf das Mahnmal blickt, sieht Schienen. Auf den Schienen liegt der herausgerissene Judenstern. Er ist vergrößert dargestellt uns hat ungefähr die Größe eines Waggons. Das bedeutet: ab Eppingen sind diese Menschen per Eisenbahn abtransportiert worden. Der Davidstern ist zudem in der Mitte zerbrochen, wodurch Schmerz und Leid der Opfer verdeutlicht werden soll. Nach dem ebenen Verlauf der Schienen, stürzen diese an der Seite des Steins hinab und münden in einen schwarzen Tunnel. Der Tunnel ist aus Stahl gefertigt und soll die Form eines Krematoriums andeuten. Damit wird klar, wo der Leidensweg vieler Juden endete. Für viele der Deportierten war der Leidensweg schon in Gurs zu Ende, sie starben entkräftet oder krank. Zwei Drittel aber führte der Leidensweg bis in die Vernichtungslager des Ostens.

Geschichtsabriss:


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