Baiertal

Gruppe: 2006 / Konfirmandengruppe aus Baiertal

Im Ortskern von Baiertal steht neben der Apotheke eine Säule, die sogenannte Synagogensäule. Diese gehörte einst zum Eingangsportal der Synagoge, die in unmittelbarer Nähe ihren Standort hatte. Der von den Baiertaler Konfirmanden für das Mahnmal in Neckarzimmern geschaffene Stein greift das Motiv der „Synagogensäule“ auf. In Baiertal übernimmt die Synagogensäule die Rolle des Gegenstücks zum Baiertaler Gedenkstein auf dem Mahnmal in Neckarzimmern ein.


Kein Stein im Ort,; die „Synagogensäule“ bei der Baiertaler Apotheke übernimmt die Funktion des örtlichen Memorialsteines.

Geschichtsabriss:

Baiertal ist heute ein Stadtteil von Wiesloch im Rhein-Neckar-Kreis. In Baiertal wurden erstmals 1716 drei jüdische Familien verzeichnet. 1850 er- reichte die jüdische Gemeinde die Höchstzahl von 170 Personen. Sie bestand bis 1937. Bis nach 1933 gehörten jüdischen Familien mehrere Handels- und Gewerbebetriebe, darunter eine Tabakhandlung, eine Pferdehandlung, eine Mehlhandlung, eine Gemischtwarenhandlung und eine Zigarrenfabrik.

 

Aus Baiertal wurden 13 Jüdinnen und Juden deportiert.
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